Schritt 1

Den Ton gleichmäßig ausrollen

Die Grundlage für eine gute Fliese ist der gleichmäßig ausgerollte Ton.Ist die Tonplatte uneben ausgerollt, trocknen dünne Stellen schneller, während dickere Stellen anders schrumpfen, was mit ziemlicher Sicherheit zu einer Verformung der Fliese führen wird.

Die gängigste Methode zur Kontrolle der Dicke ist die Verwendung von Holzschienen, die auf beiden Seiten des Tons platziert werden. Rollen Sie den Ton aus, bis die Tonwalze auf den Schienen aufliegt – so wird sichergestellt, dass der Ton nicht dünner als die Holzschienendicke ausgerollt wird.

Eine geeignete Verlegestärke für die meisten Fliesen liegt je nach Größe bei etwa 6–10 mm. Je größer die Fliesenfläche desto dicker sollte die Tonplatte sein.

Den Ton glätten

Nach dem Ausrollen ist es am besten die Oberfläche der Platte mit einer Drehschiene zu glätten. Durch den leichten Duck werden die Tonpartikel ausgerichtet, was das spätere Verziehen deutlich verringert.

Textur hinzufügen

Wenn Sie eine Struktur hinzufügen möchten, sollten Sie dies in dieser Phase tun – noch bevor Sie die Fliesen zuschneiden. So stellen Sie sicher, dass die Fliesenkanten scharf bleiben und die Form präzise erhalten bleibt. Sie können einen dekorativen Tonroller, eine Fliesenschablone verwenden oder mit Schnitzwerkzeugen ein Muster aufbringen.

Die Fliesen zuschneiden

Sobald die Tonplatte geglättet und dekoriert ist, schneiden Sie die Fliesen mit einem scharfen Messer, einem Nadelwerkzeug oder einem Fliesenschneider zu, damit alle Fliesen die gleiche Größe und Form aufweisen.

Schritt 2

Langsam trocknen lassen

Die meisten Probleme mit Fliesen entstehen beim Trocknen. Ton schrumpft beim Trocknen, und wenn ein Teil schneller trocknet als ein anderer, verzieht sich die Fliese. Fliesen sollten langsam, gleichmäßig und auf einer ebenen Fläche trocknen.

Eine hilfreiche Methode besteht darin, die Fliesen während der ersten Trocknungsphase in der ursprünglichen Plattenlage zu belassen, anstatt sie sofort herauszunehmen. Dies verlangsamt die Trocknung an den Rändern und beugt einem Aufrollen oder Verziehen vor. Legen Sie ein flaches Brett oder eine Trockenbauplatte darauf, eventuell mit einem kleinen Gewicht. Drehen Sie die Fliesen vorsichtig um, sobald sie lederhart sind. Lassen Sie sie weiterhin zwischen den Brettern liegen bleiben bis sie vollständig trocken sind.

Schnelles Trocknen führt zu Spannungen im Ton, was häufig zu Verformungen oder Rissen führt.

Schritt 3

Schrühbrand

Wenn die Fliesen trocken sind, sind sie bereit für den Schrühbrand. Fliesen können entweder flach oder aufrecht gebrannt werden, doch viele Töpfer bevorzugen es, sie senkrecht und leicht geneigt zu brennen. Dadurch können Luft und Wärme gleichmäßiger um beide Seiten der Fliese zirkulieren.

Aufrecht brennen

Stellen Sie die Fliesen aufrecht auf, sodass sie leicht an einer Stütze anliegen, und lassen Sie dabei kleine Zwischenräume zwischen ihnen. Dies kann dazu beitragen, eine ungleichmäßige Erwärmung zu verringern und Verformungen zu minimieren, insbesondere bei größeren oder dünneren Fliesen.

Flach brennen

Wenn Sie die Fliesen lieber flach brennen möchten, achten Sie darauf, dass sie auf einer sauberen und ebenen Fläche liegen. Achten Sie darauf, dass kein Teil der Fliese über die Ofenplatte hinausragt – Teile, die über die hinausragen, werden sich beim Brennen verziehen.

Schritt 4

Glasieren

Die Wahl der Glasur ist nie einfach. Gerade bei Fliesen gibt es viele Möglichkeiten, da man sie sowohl bei Steingut- als auch bei Steinzeug-Temperaturen brennen kann. Unserer Meinung nach sollten Glasur und Struktur gut zusammenpassen. Wenn Ihre Fliesen eine geschnitzte oder gerollte Struktur aufweisen, bringen manche Glasuren die Oberfläche viel besser zur Geltung als andere. Für eine hervorgehobene Struktur probieren Sie:

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